Athena Forum

 

In der Dekade 2015–2025 haben äußerst problematische ideologische – identitätspolitische bzw. „identitäre“ – Strömungen die Lesben- und Schwulenbewegung „gekapert“ und auf ziemliche Ab- und Irrwege geführt. Stichwort: gefühlte subjektive Geschlechtsidentität und das daraus resultierende Gender-Geschwurbel, wie ich es der Einfachheit halber am liebsten nenne.

Dass diese Entwicklung so rasch und ungehindert voranschreiten konnte, lag nicht zuletzt daran, dass selbst die leiseste Kritik daran sofort mit Totschlagargumenten niedergemacht und eine Diskussion gleich im Keim erstickt wurde. Das in dieser Hinsicht einschneidende Ereignis – und quasi ein Weckruf – waren für mich die Angriffe der Bewegung auf FAIKA EL-NAGASHI. Unter Federführung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien wurde eine Fatwa gegen die damalige grüne Abgeordnete wegen ihrer „abweichenden“ Meinungen ausgerufen (vgl. Blog-Beitrag vom 28. Oktober 2022).

Ich fand diese Aktion so dermaßen unerhört und empörend, dass ich mich entschloss, aus meiner „Polit-Pension“ zurückzukehren und mich wieder zu engagieren. Zuerst in der Europäischen Gesellschaft für Geschlechtergerechtigkeit Österreich (EGGö) (vgl. Blog-Beitrag vom 16. März 2023).

Die Durchseuchung der Lesben- und Schwulenbewegung mit besagter Geschlechtsidentitäts-Ideologie ist allerdings kein österreichisches Phänomen, sondern ein europa- und weltweites, das nach Österreich übergeschwappt ist. Dass sie sich auch im politischen Mainstream so schnell und nachhaltig festsetzen konnte, ist nicht zuletzt dem leider sehr erfolgreichen Lobbying internationaler NGOs zu verdanken – wie etwa der ILGA und ILGA-Europa, für die auch ich jahrzehntelang ehrenamtlich und sehr engagiert tätig war (leider habe ich die entsprechenden Texte über dieses Engagement für meinen Website immer noch nicht geschrieben). Inzwischen wurden einige problematische, auf dieser Ideologie basierende Forderungen von der Politik bzw. internationalen Organisationen, wie der Europäischen Union oder dem Europarat übernommen und an die jeweiligen Mitgliedsstaaten „weitergereicht“.

Es ist also klar gewesen, dass es auch auf europäischer Ebene ein Lobbying-Gegengewicht braucht, um diese negativen Entwicklungen zu stoppen und wieder umzukehren. Faika El-Nagashi hatte nicht nur die Idee zur Gründung einer neuen internationalen Organisation – des Athena Forum –, sondern ergriff auch die Initiative und kümmerte sich monatelang um die Vorbereitungsarbeiten. Mit dem Athena Forum ist schließlich eine Denkfabrik und eine Lobby-Vereinigung aus der Taufe gehoben worden, die dieses Gegengewicht bilden wird (vgl. Blog-Beitrag vom 3. Oktober 2025).

Das Athena Forum hat sich nach österreichischem Vereinsrecht in Wien gegründet. Der dreiköpfige Vereinsvorstand besteht aus Faika (Obfrau), mir (als ihrem Stellvertreter) und Marion Mangold-Bickel (als Kassierin). Um den Vorstand bei der Bewältigung der Vereinstätigkeiten zu unterstützen, wurde ein hochkarätiges Führungsteam zusammengetrommelt, das zusätzlich von einer Advisory Group und einem Expertinnen- und Expertennetzwerk unterstützt wird. Alle Details und Namen finden sich auf dem Website des Athena Forum. Siehe auch dieses Video.
Gemeinsam mit ANNA ZOBNINA hat Faika als Einstand auch einen Grundsatzbericht verfasst: Beneath the surface. How gender identity is reshaping Europe (zum Download hier). Am 18. und 19. Oktober 2025 trat das Athena Forum dann beim Festival „Battle of Ideas“ in London erstmals auf dem internationalen Parkett  auf.
Auf dem Website des Athena Forum finden sich zudem zahlreiche Hintergrundberichte und Beiträge, die einen umfassenden Überblick über die Fragestellungen, Anliegen und politischen Herausforderungen geben, die es zu bearbeiten gilt.

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